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Weideland

Mäßige bis hohe Empfindlichkeit für die Mängel von: Cu, Mn
Geringe bis mäßige Empfindlichkeit für die Mängel von: Zn
 

Bei Vieh und anderen grasenden Tierarten werden Mangelerscheinungen häufig durch einen Mangel an essentiellen Elementen auf der Weide verursacht. Sie können den meisten Mangelerscheinungen vorbeugen, indem Sie dafür sorgen, dass das Weideland, auf dem die Tiere grasen, in ausreichendem Maße Mineralstoffe bietet.

Eine ausgewogene Ernährung ist nicht nur für Pflanzen, sondern auch für Tiere besonders wichtig. Verhindern Sie daher Mangel, aber auch ein Überangebot. Wenden Sie die Nährstoffe in der richtigen Menge und mit der richtigen Verfügbarkeit an. Dies fördert das Nahrungsgleichgewicht der Tiere.

Bei einigen Nährstoffen verhält es sich folgendermaßen: Wenn Sie die Weiden gezielt behandeln, sorgen Sie für die richtige Fütterung der Tiere. Dabei geht es um die Elemente Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Zink (Zink) und Kobalt (Co).

Kupfer

Weil Gräser relativ empfindlich auf Kupfermangel reagieren, wird dieses Element aus dem Boden nur schlecht aufgenommen. Dieser Mangel wirkt sich vor allem negativ auf das Wachstum der Pflanze selbst aus. Das Weideland wächst dann weniger dicht und weist eine geringere Produktion auf. Zudem wirkt sich der Mangel direkt auf die Gesundheit der Tiere aus. Kupfermangel bei Tieren entsteht nicht nur durch Mangel im Futter, sondern kann auch von anderem Ungleichgewicht durch z. B. eine zu hohe Eisen- oder Molybdän-Aufnahme verursacht werden.

Kupfermangel bei Tieren wirkt folgendermaßen aus:

  • Haarwachstum (Verlust und Qualität),
  • Verdauung,
  • Fruchtbarkeit und Fortpflanzung,
  • Kreislauf,
  • Gewichtsverlust
  • gute Funktion des Nervensystems.

 

Mangan

Mangan aktiviert viele Enzyme bei sowohl Pflanzen als auch Tieren. Manganmangel bei Pflanzen tritt vor allem häufig auf alkalischen Böden, die sehr reich an Phosphor sind, und sehr sandigen Böden auf. Auch bei diesem Element müssen wir für das richtige Gleichgewicht mit anderen essentiellen Elementen, wie z. B. Eisen und Kobalt, sorgen.

Bei Tieren wirkt sich Manganmangel unmittelbar folgendermaßen aus:

  • allgemeines Wachstum,
  • Knochen- und Knorpelbildung (ab Stadium Fötus),
  • Leberfunktion
  • Fruchtbarkeit.

 

 

Zink

In Bezug auf die Verfügbarkeit im Boden verhält sich Zink ähnlich Mangan. Zinkmangel gehört zu den am häufigsten auftretenden Mangelerscheinungen bei Pflanzen, Tieren und Menschen. Es ist wichtig, dies gut zu behandeln.

Die Funktionen von Zink sind sehr unterschiedlich. Bei grasenden Tieren geht es vor allem um Folgendes:

  • Atmung (CO2-Austausch),
  • Verdauung,
  • Hautqualität,
  • Kalkbildung in den Knochen
  • kräftige Hufe
  • Wundheilung,
  • Transport und Aufnahme von Vitaminen (A & E).

 

Kobalt

Kobaltmangel bei Pflanzen tritt nur sehr selten auf, mit Ausnahme von Hülsenfrüchten, die zusätzliches Kobalt für die Bakterien in den Wurzelknollen benötigen.

Für Tiere ist Kobalt hingegen äußerst wichtig. Es stellt einen Hauptbestandteil von Cobalamin, Vitamin B12, dar, welches von essentieller Bedeutung für die normale Funktion des Nervensystems ist. Kobalt fördert zudem die Aufnahme von Eisen, die Produktion von Hämoglobin und die Eiweißsynthese. Wiederkäuer weisen einen höheren Bedarf an diesem Element auf, weil die Bakterien im Magen dieses Element ebenfalls benötigen und den Tieren den größten Teil des benötigten Vitamins B12 liefern.

 

Weitere Hinweise zur Anwendung all dieser Elemente finden Sie in unserem Programm. Halten Sie sich dabei an den empfohlenen Zeitpunkt für die Anwendung, die Dosierung und die Wartezeit nach der Behandlung der Weide, bevor Sie die Tiere erneut grasen lassen.

 

WEIDELANDPROGRAMM

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